• Reviews 12.12.2014 Kommentare deaktiviert

    Der letzte große Hype im Bereich Fernseher ist noch gar nicht so lange her: 3D. Viele große Produzenten sprechen sich dafür aus, dass sie beim neuen großen Thema, das die Streaming-Anbieter, Filmstudios und Fernseherhersteller beschäftigt, bei 4K nicht den gleichen Fehler machen wollen wie mit 3D. Das Hauptproblem war: Es haben sich nie alle Beteiligten an einen Tisch gesetzt, um über das Thema 3D zu sprechen – doch das soll bei 4K anders sein. TV-Sender, Filmstudios, Satelliten- und Kabelbetreiber sowie Standardorganisationen und Gerätehersteller setzten sich und planen gemeinsam die Einführung und vor allem die Verbreitung des neuen TV Standards: Ultra High Defintion.

    Doch es gibt noch sehr viel zu tun. Momentan fehlen beispielsweise definitiv die passenden Datenträger oder Übertragungswege für die riesigen Datenmengen der 4K Filme oder sogar 4K-Live-Übertragungen. Ein Hauptproblem hierbei sind vor allem die Kameras und die Übertragungswägen, die komplett umgerüstet werden müssen um Bildmaterial mit der UHD-Auflösung (3840×2160 Pixel) meistern zu können. Eine Besserung ist in Sicht – das neue Format: HEVC H. 265, welches eine schnelle Kodierung von Ultra-HD Inhalten verspricht und die Datenmengen dadurch stark reduziert.

    Die Vorteile der neuen 4K Auflösung bei Ultra HD Fernseher wurde bereits in vielen Testberichten bewiesen. Somit umfasst die neue Auflösung neben der Verdoppelung der Auflösung auch einen größeren Farbraum sowie einen bessere Farbauflösung. Was auch möglich ist, ist die Verwendung von HDR-Modi (High Dynamic Mode), welcher zurzeit mehr aus dem Bereich Fotografie bekannt ist. Was auch möglich ist: eine höhere Bildwiederholungsrate, was vor allem daran liegt, dass nicht mehr nur 24 Bilder sondern sogar 48 Bilder pro Sekunde gezeigt werden. Doch dabei wird schon wieder deutlich wie wichtig es, dass alle Parteien zusammen spielen – so braucht der TV einen HDMI 2.0 Anschluss, um Signale mit dieser höheren Herz-Zahl aufnehmen zu können.

    Man geht allerdings davon aus, dass Full HD sowie 4K noch eine längere Zeit parallel existieren werden. Es ist keinesfalls der harte Cut, wie beim Wechsel von der VHS zur DVD. Aber langsam wird sich die neue Technik sicherlich durchsetzen. Bleibt die Frage: Wann? Erste Schätzungen gehen davon aus, dass die komplette Durchdringung erst 2018 abgeschlossen ist.

    Es muss also noch viel getan werden. Auch am Preis muss noch einiges passieren – schaut man sich aktuelle Ultra HD Fernseher Bestenlisten an, dann fällt auf, dass die Top-Modelle immer noch sehr teuer sind. Es bleibt abzuwarten, was sich da noch tut. Viele Kaufentscheidungen werden entsprechend der „Geiz ist Geil“-Mentalität immer noch lediglich nach dem Preiskriterium entschieden.

    Ein tolles Video zu 4K in der Praxis:

  • Hardware 27.11.2014 Kommentare deaktiviert

    Ich liebe Technik und Hardware! Vor kurzem habe ich mich mit dem Thema Smartwatches beschäftigt – ich muss sagen, die Uhren sind genial! Besonders neugierig war ich auf Android Wear von Google. Das Betriebssystem ist die perfekte Verschmelzung zwischen Android auf dem Smartphone und der Smartwatch.

    Bisher gibt es nur zwei Modelle mit Android Wear – die Moto 360 von Motorola und die LG Watch R von LG. Ich hatte beide Uhren bereits in der Hand und kann sagen welche mir besser gefällt. Die Moto 360 sieht optisch genial aus – super flach und hochwertig. Einziges Manko, welches von iFIXIT entdeckt wurde: Sie hat einen recht kleinen Akku und einen alten Prozessor – wirklich schade! Viele Nutzer berichten über Mikro-Ruckler. Ich konnte diese bei meinen Tests nicht feststellen – muss aber sagen, dass ich bei meinem Test auch diese Ruckler bemerkt habe. Echt schade! Außerdem ist die runde Smartwatch nicht ganz rund: Das Display hat am unteren Ende eine Aussparung wo der Helligkeitssensor angebracht ist. Etwas unschön – fällt aber bei längerer Verwendung kaum auf.

    Die LG Watch R dagegen hat ein komplett rundes Display. Was ich allerdings nicht verstehe ist das Design. Warum gibt man einer Smartwatch so ein „männliches“ Design. Die Uhr wirkt sehr bullig und durch das dominante Ziffernrad um das Display extrem maskulin. Hardwareseitig ist sie besser aufgestellt als die Moto 360 und auch flotter – es gibt bisher keine Bericht über Mikroruckler. Auch die Akkulaufzeit ist deutlich besser.

    Insgesamt kann man sagen: Die neuen Smartwatches taugen was! Richtig mächtig werden sie allerdings nur wenn man viele Daten preisgibt und wirklich aktiv ist. Besonders schön finde ich zum Beispiel die Navigation. Ist man früher mit dem Handy in der Hand durch die Stadt gelaufen so kann man sich heute Google Maps direkt auf die Uhr holen.